Spring Estates 2018 - Zahlungsmodalitäten beim Immobilienverkauf

Welche Zahlungen sind wann fällig und wie werden diese getätigt

Zahlungsmodalitäten beim Immobilienverkauf

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Zahlung des Kaufpreises (und der Nebenkosten)

Die Zahlung erfolgt in 3 Schritten, wobei im letzten Schritt verschiedene zusätzliche Zahlungen gemacht werden...

Die erste Zahlung:

Bild von Euro - BargeldWenn der Käufer seine Traumimmobilie gefunden hat, muss er meist mit und bei Ihrem Immobilienmakler, einen Reservierungsvertrag und ein verbindliches Angebot unterschreiben.

Bei Unterschrift der Reservierung wird ein "Gutwill" fällig. Das ist eine Summe zwischen 3.000,- und 5.000,- Euro. Auf diese Weise wissen Sie dass der Käufer wirklich am Kauf interessiert ist.

Die Summe wird normlerweise in bar oder (wenn es der Makler akzeptiert) mit einer Kreditkarte an den Makler bezahlt. Wenn das Angebot nicht angenommen wird, erhält der Käufer diese Summe zurück.

In ganz seltenen Fällen kann auch mit einem Scheck angezahlt werden. Allerdings ist die Reservierung dann erst verbindlich wenn der Scheck eingelöst und gutgeschrieben wurde, also 3 - 4 Tage später.

Die zweite Zahlung:

Deutscher ÜberweisungsträgerWenn Sie das Angebot akzeptieren oder sich beide Parteien anderweitig geeinigt haben, wird der "private" Kaufvertrag aufgesetzt.

In diesem Vertrag werden alle relevanten Konditionen festgelegt, die für den entgültigen Verkauf der Immobilie erforderlich sind. Weiterhin wird auch eine entsprechende Klausel für einen eventuellen Vertragsbruch eingearbeitet. Folgendes wird hierzu angenommen:

  • Sollten Sie vom Verkauf zurücktreten, müssen Sie die Zahlungen zurückerstatten und zusätzlich die gleiche Summe als Entschädigung / Strafe zahlen.
  • Sollte der Käufer zurücktreten, verliert er alle bisher geleisteten Zahlungen. Ein Rückerstattungsrecht gibt es nicht.

Zu diesem Zeitpunkt - spätestens 14 Tage danach - wird eine zweite Zahlung geleistet. Bei dieser Zahlung handelt es sich um die Differenz zwischen der bereits geleiteten Reservierungszahlung und der gesetzlich erforderlichen 10% Anzahlung. Diese Zahlung ist grundsätzlich per Überweisung auszuführen.

Ab diesem Zeitpunkt ist das Geschäft verbindlich und der Vertrag enthält die Strafklausel:

 

Letzte und größte Zahlung

Die restlichen 90% der Kaufsumme werden beim Notar an Sie gezahlt, nachdem die offizielle Kaufurkunde unterzeichnet wurde.

Spanischer ScheckDiese Summe kann auf verschiedene Arten bezahlt werden, allerdings haben sich nur 2 Arten etabliert und manche Notare akzeptieren nur eine davon:

  • Ein Bankscheck einer spanischen Bank. Das ist ein Scheck der Bank selbst, dass heißt, wenn dem Käufer der Scheck von der Bank ausgehändigt wird, belastet diese im selben Moment sein Konto mit der auf dem Scheck stehenden Summe. So ist das Geld für Sie gesichert
    Bankschecks kosten immer Bankgebühren, sowohl für die Ausstellung, als auch für das Einlösen.
  • Eine (oder mehrere) Überweisung(en). Diese Art ist die beste und sicherste Methode, jedoch leider abhängig vom Notar. Nicht alle Notare in Spanien bieten ein Treuhandkonto an, daher funktioniert diese Art nur bei wenigen Notaren.
    Diese Methode erlaubt es dem Käufer 4 - 5 Tage vor dem Notartermin die restliche Kaufsumme an den Notar zu überweisen ** und der Notar überweist, nach der Unterschrift, das Geld an Sie.

** Bei Überweisungen sind die jeweils bankspezifischen Regeln zu beachten. In den meisten Fällen gibt es ein kommisionsfreies Überweisungslimit. Damit hier keine zusätzlichen Kosten anfallen, sollte dies vorab geklärt werden.

Der Notar akzeptiert auch mehrere kleinere Zahlungen, er muss diese nur zuordnen können. Deutscher Scheck


Wichtiger Punkt zu Bankschecks: Ausländische Schecks (nicht von einer spanischen Bank) werden von einem Notar meistens nicht akzeptiert. Wenn der Käufer aus Ihrem Land kommt, können Sie mit diesem entsprechende Abmachung treffen.
Normalerweise kostet Sie das Einlösen eines ausländischen Schecks zwischen 600,- und 2.000,- Euro. Weiterhin kann es bis zu 3 Monate dauern, bis das Geld Ihrem Konto gutgeschrieben wird.

Als Berater empfehle ich Ihnen und dem Käufer, alle Steuerzahlungen über den Notar abwickeln zu lassen.

Das heißt für den Käufer, die Grunderwerbssteuer, Gebühren für die Grundbucheintragungen und den Notar.

Sie sollten zu seiner und Ihrer Sicherheit, die Gewinnsteuer (für Ausländer die 3% Nicht - Residenten Steuer) und die Bodenwertzuwachssteuer (Plusvalía) über den Notar begleichen lassen.

Ausserdem sollten sich beide Parteien einig sein, dass die Ummeldung beim Grundbuch, Kataster und Finanzamt ebenfalls vom Notar vorgenommen werden sollte. Die Kosten hierfür gehen zu Lasten des Käufers (diese belaufen sich auf 150,- bis 200,- Euro). Dieser Schritt sorgt dafür dass alles innerhalb einer Woche erledigt ist und eventuelle Fehler direkt an den Notar, zwecks Korrektur, übermittelt werden.

Der Rest der Transaktion ist reine Absprache der Parteien. In Spanien ist der Immobilienhandel ein einfacher Handel und unterliegt lediglich den allgemeinen Handelsgesetzen, ohne spezielle Regeln.

 

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